Experiment Tag 3&4: Kleines Tief für großes Hoch?

So langsam neigt sich Tag 4 des Experimentes dem Ende zu, also werde ich die beiden letzten Tage erst einmal wieder stichpunktartig zusammenfassen:

Tag 3 (Donnerstag):

  • positive Aspekte:
  1. Weg zur Arbeit sehr angenehm (Sonne, gute Musik, wie Radtour)
  2. Arzthelferin sehr freundlich und sanft
  3. Waage zeigte weniger an als befürchtet
  4. neue Follower meines Blocks
  5. Experiment scheint bei Lesern anzukommen (Kommentare)
  6. Jobangebot bekommen
  7. „Guten Morgen“ und „Hallo“ von fremden, aber freundlichen Männern
  8. wurde 5-7 Jahre jünger geschätzt (ok, von Kindern 😉 )
  • negative Aspekte:
  1. frühes Aufstehen
  2. musste mich wiegen (ich meide es eigentlich um mich nicht verrückt zu machen wegen 2 Kilos mehr)
  3. Schwangere Frau mit Zigarette im Mund
  4. Wohnung
  5. zu wenig gelernt
  6. werde nächste Woche nicht auf Arbeit benötigt (bin auf Geld angewiesen)

 

Tag 4 (Freitag):

  • positive Aspekte:
  1. Auswahlverfahren für potentiellen neuen Job lief gut
  2. von Freundin zum Essen eingeladen
  3. „rechts bitte“ (Mann wies mich sehr freundlich darauf hin, dass ich auf falscher Seite fahre, als ich ihn behinderte)
  4. kann nächste Woche doch arbeiten (nachdem ich Chefin anrief)
  5. frühen Abend draußen mit Freundin verbracht (Schöner Platz, Füße in Fluss)
  6. Natur genossen (Sonne, Enten + Küken im Fluss, Sonnenuntergang,…)
  • negative Aspekte:
  1. frühes Aufstehen
  2. müde/reizbar
  3. am Telefon provoziert worden
  4. Kreislauf nicht optimal

 

Erläuterungen:

Im Gegensatz zu Tag 1 und 2 konnte ich die letzten beiden Tage, neben den vielen positiven Aspekten, auch einige negative aufzählen. Woran mag das liegen?

Zuerst möchte ich auf die positiven Aspekte eingehen. Am Donnerstag begann mein Tag für meine Verhältnisse relativ früh. Zwar zähle ich eher zu den Morgenmuffeln, wurde aber durch Kleinigkeiten ziemlich schnell in eine positive Gemütslage gebracht. Nicht nur die sehr freundliche Arzthelferin sondern auch der junge Mann, der mir aus dem Auto ein gut gelauntes „Guten Morgen!“ zurief und mich breit anlächelte, hatten mir den Tageseinstieg erleichtert. Auch die anderen Kleinigkeiten, sowie ein erneutes freundliches „Hallo“ eines mir zuwinkenden jungen Mannes brachten mich zum grinsen (plumpes Angaffen und hinterher pfeifen scheinen die meisten Männer normalerweise zu bevorzugen). Übrigens hatte ich mich an diesem Tag bewusst dazu entschieden ohne Musik im Ohr zu fahren. Wären die Kopfhörer in Gebrauch gewesen, hätte ich beispielsweise den netten „Guten Morgen“-Herren wohl bloß „gaffen“ sehen und hätte wahrscheinlich innerlich die Augen verdreht. Mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man der Welt offener begegnen sollte.

Die negativen Seiten an diesem Tag wiederholen sich einerseits mit denen der Tage zuvor. Kurz gesagt, diese sind noch immer mein eigenes verschulden, da ich bisher weder genügend gelernt habe, noch meine Wohnung aufgeräumt habe. Die anderen Aspekte waren hingegen unvermeidbar. Die rauchende Schwangere oder das Absagen meiner Arbeitsstelle für nächste Woche konnte ich nur schwer beeinflussen.

Heute/Freitag war allgemein nicht unbedingt mein Tag. Ich bin bereits mit einer ziemlich gereizten Grundstimmung aufgestanden. Wahrscheinlich hätte mein kompletter Tag anders ausgesehen, wäre ich früh genug schlafen gegangen. Auch der Provokation am Telefon hätte mich wohl weniger gestört, wäre ich ausgeschlafen gewesen. Somit habe ich meine Grundstimmung wahrscheinlich selbst „produziert“.

Trotz des gutgelaufenen Auswahlverfahrens und der Einladung meiner Freundin zum Essen hob sich meine Stimmung nicht wirklich. Erst, nachdem ich auf der Couch ein kurzes Power-Schläfchen machte ging es mir besser. Mein Kreislauf normalisierte sich, meine Stimmung hob sich und ich konnte die Zeit draußen wirklich genießen. Zum Glück hatte meine Freundin mich überredet mitzugehen.

 

Fazit:

Während ich am Donnerstag ausgeschlafen und durch Kleinigkeiten munter in de Tag startete und weitere angenehme Situationen folgten, hatte ich heute/Freitag einen Durchhänger. Woran lag es? Eindeutig an meiner schlechten Grundstimmung aufgrund des fehlenden Schlafes. Hätte mein Tag anders ausgesehen, wäre ich ausgeschlafen in den Tag gestartet? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Antwort „JA!“ lautet. Ist man negativ eingestellt, fallen einem die unangenehmen Punkte viel stärker auf, da sie einen mit Leichtigkeit reizen können. Erfreuliches hingegen wird kaum wahrgenommen, da die Tagesverfassung diese regelrecht blockiert. Würde ich dieses Experiment derzeit nicht durchführen und mich auf alles genauer konzentrieren, würde ich den heutigen Tag wohl eher als belastend auffassen. Durch die Stickpunkte, stelle ich nun aber fest – Er war doch eigentlich ganz schön!? Ich habe tolle Dinge erlebt/gesehen/gemacht und mehr Schönes als Schlechtes (wenn man es überhaupt so nennen darf) erleben dürfen.

 

Morgen möchte ich den Tag wieder mit optimistischen Augen betrachten! Ich werde früher schlafen gehen, so dass sich mein körperliches Wohlbefinden wieder auf mein Inneres auswirkt. Bis dahin genieße ich noch bewusst den Abend auf meiner Couch und freue mich auf morgen!

Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“ (Cicero)

 

Immer optimistisch bleiben! (schlaft genug 😉 )

Eure Missoptimiss

 

 

 

 

 

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