Experiment Tag 5-7: Mach die Welt, wie sie Dir gefällt!

Mein kleines Alltags-Experiment ist nun seit 2 Tagen zu ende. Natürlich möchte ich euch die letzten 3 Tage nicht vorenthalten. Dazu muss ich sagen, dass Sonntag und Montag nicht sonderlich viel passiert ist, aber ich denke, das Prinzip wurde bereits verstanden. Also erst mal zu den Begebenheiten der letzten 3 Tage:

Samstag (Tag 5):

  • positive Aspekte:
  1. Freundin gestylt für Abschlussball (Freude gemacht)
  2. Nachmittags Schwimmbad
  3. Auf Wiese, Blick in Himmel: Blau, Vögel (entspannender Moment)
  4. Schöner Anblick am Ende des Tages (siehe letzter Beitrag)
  5. „Du bist bildhübsch“
  • negative Aspekte:
  1. körperliches Wohlbefinden nicht optimal
  2. kurz geweint (etwas gemeines gesagt bekommen, war aber auch sensibler Tag 😉 )

Sonntag (Tag 6):

  • positive Aspekte:
  1. Frühstück mit Freundin
  2. Nebenjob geht nach Sommerpause wieder los (Teamtreffen)
  3. positiver Kommentar zum Experiment
  4. Youtube Video „ist mir egal“ (so doof, dass schon wieder Lustig–> Achtung sicher nicht jedermanns Humor)
  5. Neuer Follower auf 2. Blog „Redenregen
  • negative Aspekte:
  1. Wohnung unordentlich
  2. neue Position in Nebenjob (weiss nicht, ob ich dafür geeignet bin)

Montag (Tag 7):

  • positive Aspekte:
  1. Mann lächelt aus Auto zu (ich hab blockiert)
  2. Mann freundlich „Danke“, nachdem ich Tüte für Brötchen gegeben habe
  3. Vertretungsjob: sehr entspannt, zufällig Mitstudent=Kollege
  4. Mann macht Platz für mich auf Fahrrad: freundlich „Danke“ & „Bitte“
  5. Einschlafen bei starkem Regen (ich liebe Sommerregen und Regenduft)
  • negative Aspekte:
  1. keine Motivation (aufräumen, lernen,..)
  2. Zeitdruck (Prüfung)

Anders als in den letzten Beiträgen, werde ich jetzt nicht auf die vielen einzelnen Punkte genauer eingehen, sondern möchte eher auf spezielle Dinge eingehen, die mir aufgrund des Experimentes aufgefallen sind und allgemein etwas zu diesen 7 Tagen sagen.

Vor allem die Situation am Montag ist mir im Kopf geblieben. Es war morgens und ich war noch in meiner Morgenmuffel-Laune. Während ich kurz in den Supermarkt wollte, um mir vor der Arbeit noch etwas zum Frühstück zu kaufen, stand ich an der Straße und wartete auf das grüne Ampelmännchen. Da ich kurz vorher erst aufgestanden war, habe ich noch nicht an das Experiment gedacht. Die Autos fuhren aufgrund des Verkehrs langsam an mir vorbei und ein Mann (ca. 40/50 Jahre alt) lächelte mich aus seinem Auto an. Ich schaute relativ entnervt weg und muss gestehen, dass meine Gedanken nicht gerade freundlich waren, weil ich ihn direkt mit älteren Männern in Verbindung brachte, die sich gern junge Frauen „angeln“. Als er an mir vorbei gefahren war, ertappte ich mich ziemlich schnell selbst mit meinen negativen Gedanken und dachte wieder an mein Experiment. Sofort wurde mir bewusst, dass ICH es war, die in dem Moment das Positive blockierte! Anstatt einfach freundlich zurück zu lächeln und ihn einfach für einen freundlichen Herren zu halten, assoziierte ich sein Lächeln direkt mit etwas Unangenehmen. Es ist wirklich erstaunlich, wie man sich manchmal ganz unbewusst verhält. In diesem Moment legte ich den Schalter in meinem Kopf um, so dass ich wieder empfänglich für alles war. Kurze Zeit später stand ich im Supermarkt an diesen Brötchen-Bereich, bei dem man sich aus den Fächern selbst die Brötchen/Brezeln etc. angeln kann. Vor mir stand ein Mann, der nach einer passenden Tüte suchte, in die er seine Brötchen geben kann. FAST (!) war ich erneut genervt, weil ich warten musste (echt erschreckend wovon man sich beeinflussen lässt an manchen Tagen), steuerte die Situation aber dann ganz einfach in eine andere Richtung: Ich nahm eine Tüte und gab sie dem Mann mit einem netten Lächeln. Freundlich und fast erstaunt bedankte sich der Mann, nahm sich sein Brötchen und schon war ich an der Reihe. Absolut kein Grund genervt zu reagieren und eine Situation, die so leicht zu beeinflussen war! Oft verhält man sich so genervt, weil jemand etwas länger braucht, obwohl man überhaupt keinen Zeitdruck hat. Der Mensch ist einfach viel zu nervös und ungeduldig…

In diesen 7 Tagen, habe ich des Öfteren versucht durch Kleinigkeiten etwas positives zurück zubekommen. Ein einfaches „Danke“ kann manchmal so viel bewirken. ICH fuhr mit dem Fahrrad auf einem Fußgängerweg und ein  Mann wich mir aus. Ich muss dazu sagen, dass ich das öfter mache, weil es mir zu riskant ist auf großen, befahrenen Straßen zu fahren. Nicht selten reagieren die Menschen genervt. Dieses Mal bedankte ich mich freundlich für das Ausweichen und bekam ein nettes „Bitte“ zurück. Und so banal es klingt, es tat gut! Freundliche Menschen tun einem selbst so gut! Und je freundlicher man selbst ist, desto mehr Freundlichkeit wird einem entgegen gebracht. Selbst von Personen, die vorher unnahbar und gestresst aussehen, lässt sich ganz einfach ein Lächeln „abzapfen“ 😉


 

Zurückblickend bin ich sehr froh das Experiment gemacht zu haben. Natürlich weiß man die meisten Sachen oder denkt sie zu wissen, aber man berücksichtigt sie einfach nicht. Diese Bewusstheit in diesem Experiment lässt noch einmal ganz neue Sichtweisen zu. Ich weiß schon jetzt, dass ich auch in Zukunft immer wieder in alte Muster zurückfallen werde und mich sicher erneut durch Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen lasse aber ich möchte dieses Experiment weiter durchführen. Vielleicht nicht unbedingt in dieser ausführlichen Form aber ich möchte es weiterhin als Teil meines Alltags sehen. Ich möchte offen sein und möchte versuchen Situationen bewusst zu lenken. Eventuell wird es irgendwann zur unbemerkten Normalität meines Alltags, so dass ich mit meinen Mitmenschen stets (oder zumindest weitestgehend) freundlich umgehe. Vor allem möchte ich auch in Zukunft an MIR arbeiten . Ich würde mich zwar im Allgemeinen als freundlich bezeichnen aber die 7 Tage machten mir durchaus bewusst, dass ich öfter reizbar bin, als ich bislang dachte.

Ebenso habe ich mein Umfeld, unabhängig meiner Mitmenschen, bewusster wahrgenommen. Ich bin zwar schon immer naturbegeistert gewesen, habe aber in der letzten Woche noch intensiver meine Umgebung wahrnehmen können. Düfte, Anblicke, Farben und Lichter können so tolle Wirkungen auf Körper und Geist ausüben und sollten viel mehr gewürdigt und „aufgesaugt“ werden. Als Übung einfach mal durch die Gegend laufen und bewusst nach schönen Dingen SUCHEN. Sei es eine kleine Blume direkt an der Straße, der Duft eines Rosenbusches oder die Sonne, die untergeht mal genauer zu betrachten. Der Mensch gehört zur Natur und es tut so gut hin und wieder eins mit ihr zu werden. Weg von Technik, Beton und Abgasen…


Ich habe mich übrigens sehr über das positive Feedback meiner Leser gefreut. Wenn ich nur eine Person dazu ermutigt habe, den Tag bewusster zu leben, dann bedeutet mir das viel.

Auf weitere positive Dinge im Leben und dass diese überwiegen mögen! Von meinen werde ich natürlich weiterhin berichten 🙂

Immer optimistisch bleiben! 🙂

Eure Missoptimiss

 

 

 

2 Gedanken zu “Experiment Tag 5-7: Mach die Welt, wie sie Dir gefällt!

  1. Ach, es freut mich, dass das Experiment abschließend so gut bei dir angekommen ist und du so viel Positives erleben konntest. Oft ich es wirklich so: Wie man in den Wald hineinruft….

    Ich wünsche dir weiterin offene Augen für die kleinen Nettigkeiten und freundlichen Gesten in deinem Alltag!

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