Eigentlich wollte ich die Welt erobern!…aber es regnet…

Deutschland, Juli, die Wetter-App zeigt nicht mal 14°C an und ich sitze mit Strickpulli und Decke auf der Couch…ok, ich bin sowieso eine Frostbeule aber so hab ich mir den Sommer nun auch nicht vorgestellt. Den ganzen Tag könnte ich schlafen und an lernen oder aufräumen ist nicht zu denken.

Ja, der Mensch lässt sich gern vom Wetter beeinflussen. „Boah mir ist zu heiß, ich kann mich kaum bewegen!“, „Ich bin den ganzen Tag schon so lustlos, das ist bestimmt das Regenwetter.“, „Diese ständigen Wetterumschwünge machen mich fertig!“

Eigentlich eine ganz schöne Ausrede, oder? Auch noch eine, die jeden Tag funktionieren kann, schließlich ist jeden Tag Wetter vor der Tür! Aber liebe Freunde der Sonne, auch der derzeitige Dauerregen hat mir in den letzten Tagen einige schöne Momente beschert.

Situation 1: Ich komme aus der Arbeit, dicke Wolken sind bereits am Himmel zu sehen und der Regenschirm hängt natürlich zu Hause in der Garderobe. Also schwing ich mich voller Optimismus auf mein Rad und radle so schnell ich kann Richtung trockenes Heim. Nicht anders zu erwarten platzen die dicken, schwarzen Wolken regelrecht am Himmel auf und bombardieren mich mit großen Wasserbomben. Als ob das nicht reichen würde handelte es sich auch noch um Spezialbomben, die sich blitzartig transformieren können und mir in gefrorenen Zustand schön in den Nacken fallen um meinen Körper in Schockzustand zu versetzen.

Doch da kam auch schon die Wendung. Während ich verzweifelt Schutz unter einem Baum suche und hoffe, dass den Wolken nun bald ihre Ladung ausgeht, bildet sich auf einmal ein Schutzwall über meinem Kopf. Ein etwas älterer Herr lächelt mich freundlich an und gewährt mir wie selbstverständlich ein trockenes Plätzchen unter seinem Regenschirm. Während wir auf besseres Wetter warten unterhalten wir uns unheimlich freundlich miteinander. Er erzählte mir, dass er bereits mit seinem Fahrrad die komplette Erde umkreist hätte, würde er die gefahrenen Kilometer addieren und ebenso, dass er den ziemlich mitgenommenen Helm auf seinem Kopf, schon das ein oder andere Leben zu verdanken hätte. Als wir uns verabschiedeten und ich meinen Weg fortsetzte ging es mir erstaunlich gut. Die kleine Geste hatte mir unglaublich meinen Tag versüßt…Nur einen Helm sollte ich wohl auch endlich mal tragen..

Situation 2: Während ich mich an einem Ort befinde, in dem Personen gern mal herummotzen, alles ziemlich ätzend finden und man sich keinesfalls von ihrer Laune hinunterziehen lassen sollte, blicke ich aus dem Fenster, um zu sehen, ob es nach wie vor so stark regnet. Die Welt sieht nicht nur hier im Zimmer ziemlich trist aus, sondern auch das Freie erweckt nicht unbedingt einen einladenden Eindruck.

Plötzlich, zwischen all dem Grau, 2 Farbtupfer! Wie zwei bunte Flummis, die durch einen schwarz-weißen Stummfilm springen und jeden cm, den sie berühren, mit Farben erwecken. Kleine Fummis, die um die Wette hüpfen. Kleine Fummis, mit zwei Beinen, zwei Armen,…Kinder! Keine Flummis! Fröhlich springen sie mit ihren bunten Gummistiefeln durch die Pfütze. Und obwohl das geschlossene Fenster keine Geräusche durchdringen lässt, kann ich mit meinen Augen ihr unbeschwertes Lachen hören. Auch ich lache innerlich mit und würde jetzt wohl am liebsten der dritte Flummi in der Pfütze sein…

 

Na zu Hause warten meine knallroten Gummistiefel ja bereits auf mich und ich kann es kaum erwarten sie anzuziehen! Der Bikini darf ruhig noch ein wenig pausieren.

 

Immer optimistisch bleiben!

Eure Missoptimiss

 

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